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Erfahrungsbericht Sozialpraktikum

Erfahrungsbericht Sozialpraktikum

Hendrik Deters, Mechatroniker im 2. Lehrjahr

Was ist unter dem Sozialpraktikum zu verstehen und welche Ziele werden damit verfolgt?
Das Sozialpraktikum ist ein Praktikum bei einer Einrichtung des Andreaswerkes (Behindertenhilfe im Landkreis Vechta). Es geht über 2 Wochen und das Ziel dabei ist es, Erfahrungen mit behinderten Menschen zu sammeln. Wir waren bereits der 10. Jahrgang, der das Sozialpraktikum absolviert hat.

In welchem Bereich warst du eingesetzt und wie war der typische Tagesablauf gestaltet?
Ich war in der Werkstatt in Steinfeld in der Industriemontage eingesetzt. Dort werden kleinere Teile wie z.B. Bohrerkästen zusammengebaut oder Kunststoffstopfen abgewogen und verpackt. Erst mussten wir einen Beschäftigten morgens vom Bus abholen. Danach dauerte es zunächst ca. 5-10 Minuten, bis sich alle zurecht gefunden haben und mit ihrer Arbeit begannen, die wir ihnen gegeben hatten. Meine Aufgaben dabei waren sehr unterschiedlich. Manchmal habe ich selbst mitproduziert, aber ich habe auch die Aufgaben des Gruppenleiters übernommen, wie z.B. das Verpacken und Kontrollieren der fertigen Teile. Zum Feierabend mussten wir den Beschäftigten dann wieder zum Bus bringen und ihm in den Bus helfen.

 

Wie hat dir das Sozialpraktikum gefallen und was hast du daraus gelernt?
Das Sozialpraktikum hat mir sehr gut gefallen, da man mal einen anderen Blick bekommen hat. Gelernt habe ich daraus, dass behinderte Menschen kein Mitleid oder ähnliches wollen, sondern genauso behandelt werden wollen wie andere auch. Was mich erstaunt hat, ist die Offenheit der Behinderten. Morgens als ich das erste Mal zum Praktikum ankam, kamen direkt mehrere Beschäftigte auf mich zu. Ich wurde freundlich begrüßt und ein paar persönliche Dinge gefragt z.B. wo ich herkomme. Sie haben mich behandelt als wäre ich schon ewig da und freuen sich über jedes neue Gesicht in der Werkstatt.