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Erfahrungsbericht Auslandseinsatz

Erfahrungsbericht Auslandseinsatz

Linda Haskamp ist seit 2013 bei GRIMME und macht ein duales Studium im Bereich Business Administration

Was kannst du über deinen Auslandseinsatz berichten?
Wie im Flug vergingen die ersten vier Semester meines dualen Studiums und ehe ich mich versehen konnte, stand auch schon der Auslandseinsatz bevor. Nach der Einteilung stand fest, dass ich im Sommer 2015 zusammen mit Maximilian, einem angehenden Wirtschaftsingenieur aus meinem Jahrgang, sechs Wochen bei der Tochtergesellschaft in China verbringen sollte. Für uns beide war es die erste Asienreise. Dementsprechend aufgeregt war ich. In China angekommen haben wir nicht nur die uns zugeteilten Projekte bearbeitet (in meinem Fall war es die Erstellung einer Struktur und Ablage für ein Investitionsprojekt), sondern wir haben auch unsere Kollegen vor Ort und deren Kultur kennenlernen dürfen. Darüber hinaus haben wir während unserer Zeit in China viel erlebt. Zu meinen persönlichen Highlights zählt unter anderem ein Feldtag in der Inneren Mongolei. Dort wurde erstmals der VARITRON 470 TERRA TRAC im asiatischen Markt vorgeführt.

Wie sah ein typischer Arbeitsalltag aus und was hast du am Wochenende unternommen?
Morgens wurden wir um 7:45 Uhr in der Regel vom Geschäftsführer Bert Treffers vom Hotel abgeholt, um dann gemeinsam mit ihm zur Arbeit zu fahren. Dort habe ich unter Absprache mit Bert an meinem Projekt gearbeitet. Zwischendurch habe ich unsere chinesischen Kollegen bei ihrer täglich anfallenden Arbeit unterstützt. Von Anfang an wurden wir herzlich in das Team aufgenommen. Bereits an unserem ersten Wochenende bekamen wir die Gelegenheit unsere chinesischen Kollegen während eines Team-Building-Weekends näher kennenzulernen. Mir ist aufgefallen, dass Chinesen zwar gewöhnungsbedürftige Essgewohnheiten haben – mit denen ich mich nur schwer anfreunden konnte – sich aber ansonsten vor allem durch Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit auszeichnen. In unserer Freizeit haben Maxi und ich die Zeit genutzt, um möglichst viel von der Kultur mitzubekommen. An den verbliebenen Wochenenden haben wir eigenständige Sightseeing-Touren durch Peking oder Shanghai unternommen, wobei wir z.B. die Chinesische Mauer, die Verbotene Stadt oder den Sommerpalast besichtigt haben. Außerdem waren wir an einem Wochenende mit zwei Arbeitskollegen und deren Familien unterwegs. Neben einem Besuch einer Tropfsteinhöhle haben wir uns auf den Weg gemacht, den bereits viele chinesischer Kaiser vor uns gegangen sind. Mit anderen Worten: Wir haben den ca. 1545 m hohen Tai Shan bestiegen, einen Berg der zum Weltkulturerbe gehört. Nach fünf Stunden oben angekommen, hat uns eine umwerfende Aussicht erwartet. Den Abstieg werden wir wohl alle nie vergessen. Bei strömenden Regen, Donner und Blitzen sind wir den Berg innerhalb von zwei Stunden hinab geeilt.

Was hat dir persönlich das Auslandspraktikum gebracht?
Den Spruch „A journey of a thousand miles must begin with a single step.” (chinesischer Philosoph) habe ich in einem Hotel in der Nähe des Tai Shans gesehen. Vor dem Auslandseinsatz erschien mir dieser erste Schritt ziemlich unmöglich und beängstigend. Jetzt, nachdem ich sechs Wochen in China gearbeitet und gewohnt habe, bin ich froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Dadurch habe ich mich nicht nur persönlich weiterentwickelt, sondern ich konnte auch einen positiven Eindruck von China erhalten und die faszinierende Kultur kennenlernen. Außerdem habe ich tolle Arbeitskollegen getroffen, mit denen ich zum Teil noch heute in Kontakt stehe. Darüber hinaus fand ich es sehr interessant, den Unterschied zwischen einem mittelständischen Unternehmen wie der Muttergesellschaft in Damme und einem kleinen Unternehmen wie der Tochtergesellschaft in Peking erleben zu können.